Wie Solarteure mit dem wachsenden PV-Geschäft mithalten können

869.170 neue Photovoltaikanlagen gingen 2025 in Deutschland ans Netz – und die Nachfrage steigt weiter. Für viele Installationsbetriebe heißt das: volle Auftragsbücher, aber auch wachsender Planungsaufwand pro Projekt. Die eigentliche Frage ist nicht mehr, ob Aufträge kommen – sondern wie schnell ein Betrieb sie durchzieht.
Warum steigt der Planungsdruck für Solarteure moment?
Weil Auftragsvolumen und Projektkomplexität wachsen, während qualifiziertes Personal knapp bleibt. 2025 wurden in Deutschland 7,5 GWp neue PV-Leistung installiert – ein Plus von knapp 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr (Baulinks, 2026). 869.170 Anlagen gingen neu ans Netz, die Gesamtleistung überstieg 106 GW. Das Regierungsziel für 2030 liegt bei 215 GWp (Deutsche Rohstoffagentur DERA, 2026), was jährlich rund 22 GWp Zubau erfordert – fast dreimal so viel wie 2025 installiert wurde. Gleichzeitig kämpft die Branche mit strukturellen Engpässen: 82 Prozent der PV-Installationsbetriebe in Baden-Württemberg leiden unter Fachkräftemangel (PV-Netzwerk BW, 2025). Vorlaufzeiten für Elektrikerarbeiten sind in manchen Regionen von 2 bis 3 Monaten auf bis zu 5 Monate gestiegen (energiezukunft.eu, 2025). Und Projekte werden größer: Der Anteil der Anlagen über 10 kWp macht inzwischen mehr als 60 Prozent des Gesamtmarktes aus (Memodo, 2026) – größere Anlagen bedeuten mehr Planungsaufwand pro Auftrag. Wer mit den gleichen manuellen Prozessen wie vor drei Jahren arbeitet, verliert gegenüber Betrieben, die schneller planen, schneller anbieten und schneller installieren.
Wo verlieren Installationsbetriebe die meiste Zeit pro PV-Projekt?
Am meisten Zeit geht in Dachaufnahme, Angebotsberechnung und doppelte Dateneingabe verloren – alles Schritte, die sich ohne Software kaum parallelisieren lassen. Der Beratungs- und Planungsaufwand für ein durchschnittliches PV-Projekt liegt manuell bei 12 bis 20 Stunden – von der Erstbegehung bis zum fertigen Angebot (photovoltaik.eu, 2025). Ohne zentrale Datenbasis verlieren Betriebe allein durch doppelte Dateneingabe und manuelle Abgleiche bis zu 8 Stunden pro Projekt (handwerk-digitalisieren.de, 2026). Die größten Zeitfresser:
- Dachaufnahme und Vermessung vor Ort: Klassisch braucht ein Techniker einen separaten Termin beim Kunden, vermisst manuell und überträgt die Werte danach in die Planung. Übertragungsfehler sind häufig und erzeugen Rückfragen auf der Baustelle.
- Modulbelegung und Verschattungsanalyse: Welche Module passen auf welche Dachfläche? Wie wirkt sich ein Kamin oder ein Nachbargebäude auf den Jahresertrag aus? Ohne Software lässt sich das nur mit hohem Rechenaufwand oder grober Schätzung lösen – beides kostet Zeit oder Genauigkeit.
- Wirtschaftlichkeitsberechnung: Amortisationszeit, Eigenverbrauchsquote, Stromkostenersparnis: Kunden wollen Zahlen sehen, bevor sie unterschreiben. Wer das manuell erstellt, braucht Stunden für eine Kalkulation, die ein gut ausgestatteter Wettbewerber in Minuten liefert.
- Angebotserstellung und Netzanmeldung: Produktdaten zusammenstellen, Preise prüfen, Dokumente formatieren und die Netzanmeldung einreichen – manuell ein unterschätzter Aufwand, der mehrere Stunden pro Projekt kostet.
Welche Planungsschritte lassen sich heutzutage vollständig digital abbilden?
Der gesamte Workflow von der Dachaufnahme bis zum fertigen Angebot lässt sich heutzutage digital abbilden z. B. mit einer All-in-One-Software wie autarc – ohne Abstriche bei Genauigkeit oder Normkonformität. Die wichtigsten Bausteine:
- Dachaufnahme ohne Vor-Ort-Termin: Mit Drohnenfotos oder Luftbildern erstellt Photogrammetrie-Software ein präzises 3D-Gebäudemodell – millimetergenau, ohne dass ein Techniker auf das Dach steigt. Störflächen wie Schornsteine, Dachfenster und Lüftungsöffnungen werden automatisch erkannt.
- Modulbelegung in 2D und 3D: Die integrierte Modulbelegung legt mit automatischer Dachaufteilung in Minuten fest, welche Module wo platziert werden – inklusive direktem Variantenvergleich und Berücksichtigung der Gebäudegeometrie.
- Automatische Verschattungsanalyse: Eine digitale Verschattungsanalyse berechnet, wie Objekte in der Umgebung den Jahresertrag beeinflussen – und zeigt, welche Modulpositionen besonders betroffen sind.
- Stringplanung und Systemauslegung: Die Stringplanung übernimmt automatisch die Zuordnung von MPP-Trackern und prüft die Normkonformität der Elektroplanung – auf Basis einer Produktdatenbank mit über 70.000 Modulen, Wechselrichtern und Speichersystemen.
- Wirtschaftlichkeitsberechnung per Knopfdruck: Eine integrierte Systemsimulation berechnet Ertrag, Eigenverbrauch, Amortisation und Ersparnis – auch in Kombination mit Batteriespeicher, Wallbox und Wärmepumpe.
Wie viel Zeit spart eine integrierte Planungssoftware wirklich?
Der Zeitgewinn hängt davon ab, wie weit der Workflow tatsächlich integriert ist – also wie viele Planungsschritte in einer einzigen Plattform ablaufen, ohne Datenverlust oder manuelle Übertragung. Für die Angebotserstellung allein – einen der zeitaufwändigsten Schritte – berichten Betriebe von einer Reduktion auf 15 bis 20 Minuten, wo manuell mehrere Stunden anfielen (digimax.de, 2025). Integrierte Schnittstellen reduzieren den administrativen Gesamtaufwand um rund 30 Prozent (hero-software.de, 2026). Rechnungen lassen sich im Schnitt fünf Tage früher stellen (openHandwerk, 2025) – was direkt die Liquidität des Betriebs verbessert. Entscheidend ist: Jeder Systemwechsel zwischen Tools kostet Zeit und erhöht die Fehlerquote. Betriebe, die alle Planungsschritte in einer Plattform abbilden, gewinnen nicht nur Stunden pro Projekt – sie reduzieren auch Abstimmungsfehler zwischen Büro und Baustelle.
Was sollten Solarteure bei der Wahl einer PV-Planungssoftware beachten?
Nicht jede Software, die sich als Planungslösung vermarktet, deckt den vollständigen Workflow ab. Wer wechseln will, sollte fünf Punkte prüfen:
- Abdeckung des gesamten Planungsworkflows: Eine Software, die nur die Modulbelegung löst, schafft neue Inseln statt Effizienz. Entscheidend ist, ob Dachaufnahme, Verschattungsanalyse, Stringplanung, Wirtschaftlichkeitsberechnung und Angebotserstellung in einem System zusammenlaufen.
- Aktualität der Produktdatenbank: Wer täglich mit Modulen, Wechselrichtern und Speichern arbeitet, braucht eine Datenbank, die mit dem Markt mithält. Veraltete Daten führen zu Fehlauslegungen und teuren Nachfragen.
- Normkonformität der Elektroplanung: Die Stringplanung muss geltende Normen automatisch prüfen – eine manuelle Normprüfung nachgelagert anzuhängen hebt den Effizienzgewinn wieder auf.
- Integration mit Büroprozessen: Planung und Büro gehören zusammen: Angebotserstellung und Netzanmeldung sollten ohne Systemwechsel direkt aus der Planungsplattform heraus zugänglich sein.
- Einarbeitungsaufwand im laufenden Betrieb: 72 Prozent der Handwerksbetriebe geben an, für Digitalisierung schlicht „zu beschäftigt" zu sein (Bitkom, 2025). Eine neue Software muss sich im laufenden Betrieb einführen lassen – als nahtloser Übergang, nicht als Projekt, das den Alltag unterbricht.
Fazit: Mehr Aufträge mit integrierten digitalen Workflow abwickeln
Zeit ist die eigentliche Engpassressource im Solarhandwerk – nicht die Nachfrage. Wer Dachaufnahme, Verschattungsanalyse, Modulbelegung und Wirtschaftlichkeitsberechnung in einem integrierten digitalen Workflow abbildet, gewinnt pro Projekt mehrere Stunden. Das bedeutet: mehr Projekte im Jahr, schnellere Angebote und weniger Fehler zwischen Büro und Baustelle.
autarc: Die All-in-one-Lösung für Ihre PV-Planung
Eine vollständige Planung ist die beste Grundlage für eine reibungslose Netzanmeldung. Die PV-Planung von autarc verbindet Dachaufnahme, Verschattungsanalyse, Modulbelegung, Wirtschaftlichkeitsberechnung und Angebotserstellung in einer Plattform – damit alle relevanten Dokumente von Anfang an lückenlos vorliegen. Testen Sie autarc 14 Tage kostenlos und überzeugen Sie sich selbst.
Referenzen
- Baulinks (2026). Photovoltaik in Deutschland: Zahl der Anlagen steigt 2025 auf knapp 4,8 Millionen. Zugriff am 17.06.2026, https://www.baulinks.de/webplugin/2026/0367.php4
- Bitkom (2025). Digitalisierung des Handwerks – Bitkom-Studie 2025. Zugriff am 17.06.2026, https://www.bitkom.org/Bitkom/Publikationen/Digitalisierung-des-Handwerks
- Deutsche Rohstoffagentur DERA (2026). Photovoltaik in Deutschland: Wachstum, Herausforderungen und Perspektiven. Zugriff am 17.06.2026, https://www.deutsche-rohstoffagentur.de/DERA/SharedDocs/Meldungen/meldung-16-01-26.html
- digimax.de (2025). PV Angebotskonfiguration digital: Angebote in Minuten. Zugriff am 17.06.2026, https://digimax.de/blog/pv-angebotskonfiguration-digital-angebote-in-minuten
- energiezukunft.eu (2025). Die Solarbranche braucht dringend Fachkräfte. Zugriff am 17.06.2026, https://www.energiezukunft.eu/erneuerbare-energien/solarenergie/die-solarbranche-braucht-dringend-fachkraefte
- handwerk-digitalisieren.de (2026). Solar PV Software für effiziente Solaranlagen – Test Februar 2026. Zugriff am 17.06.2026, https://www.handwerk-digitalisieren.de/solar-pv-software/
- hero-software.de (2026). Bitkom-Studie 2025: So digital ist das deutsche Handwerk. Zugriff am 17.06.2026, https://hero-software.de/blog/news/bitkom-studie-2025-digitalisierung-handwerk
- Memodo GmbH (2026). PV-Markt Deutschland 2026: Marktupdate & Trends für Installateure (Januar 2026). Zugriff am 17.06.2026, https://www.memodo.de/m/photovoltaik-news/marktupdate/januar2026/
- openHandwerk (2025). Solartechnik-Software: Effiziente Abwicklung von Solarprojekten. Zugriff am 17.06.2026, https://openhandwerk.de/blog/solartechnik-software-effiziente-abwicklung-von-solarprojekten/
- photovoltaik.eu (2025). Erstellung von Angeboten – Varianten schnell aufgezeigt. Zugriff am 17.06.2026, https://www.photovoltaik.eu/planung/erstellung-von-angeboten-varianten-schnell-aufgezeigt
- PV-Netzwerk BW (2025). Fachkräfte für den Photovoltaik-Ausbau. Zugriff am 17.06.2026, https://www.photovoltaik-bw.de/themen/fachkraefte-fuer-den-photovoltaik-ausbau
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