Digitalisierung ohne Aufwand: Wie SHK-Betriebe KI einführen, ohne ihre Prozesse umzukrempeln

Vier Prozent der Handwerksbetriebe in Deutschland setzen Künstliche Intelligenz ein. 72 Prozent der Betriebe geben an, zu viel zu tun zu haben, um sich mit Digitalisierung zu beschäftigen. Dabei gelingt der Einstieg mit deutlicher Aufwand, als geglaubt. Hier erfahren Sie, wie sie KI im SHK-Betrieb einführen.
Woran scheitert die KI-Einführung in SHK-Betrieben?
Der häufigste Grund gegen KI im Handwerksbetrieb ist Auslastung: 72 Prozent der Betriebe sagen, sie hätten schlichtweg zu viel zu tun, um sich mit Digitalisierung zu befassen (Bitkom Research, 2025). Die Technik selbst wird kaum abgelehnt – 89 Prozent der Handwerksunternehmen sehen in der Digitalisierung eine Chance, nur 6 Prozent ein Risiko. Die Zahlen zum tatsächlichen Einsatz zeigen den Abstand zwischen Haltung und Alltag. 4 Prozent der Betriebe nutzen KI, 9 Prozent planen den Einsatz, für 84 Prozent ist das Thema bisher gar keines (Bitkom Research, 2025). Zum Vergleich: Cloud Computing hat mit 56 Prozent längst die Mehrheit erreicht. Ein zweiter Grund ist fehlende Orientierung. 58 Prozent der Befragten geben an, keinen Überblick zu haben, was technisch überhaupt möglich ist, und 59 Prozent halten digitale Anwendungen nur für größere Betriebe wirtschaftlich (Bitkom Research, 2025). Wer nicht weiß, was ein Werkzeug leistet, kann seinen Nutzen nicht gegen den Aufwand rechnen. Gleichzeitig steigt der Druck von der Auftragsseite. Der Wärmepumpenabsatz kletterte 2025 auf 299.000 Heizungswärmepumpen, ein Plus von 55 Prozent gegenüber dem Vorjahr, und erstmals war knapp die Hälfte aller verkauften Wärmeerzeuger eine Wärmepumpe (Bundesverband Wärmepumpe, 2026). Mehr Anfragen bei gleichbleibender Belegschaft heißt: Die Zeit für ein Digitalisierungsprojekt wird nicht mehr kommen. Für die Praxis folgt daraus eine klare Bedingung an den Einstieg. Ein KI-Werkzeug muss sich in den laufenden Betrieb einfügen lassen, ohne dass jemand vorher Prozesse neu schreibt, Daten migriert oder eine Woche Schulung einplant. Alles andere scheitert an demselben Kalender, der schon die Digitalisierung ausgebremst hat.
Welche Büroaufgaben übernimmt KI, ohne den Ablauf zu verändern?
KI setzt dort an, wo Arbeit doppelt anfällt: beim Übertragen, Nachtragen und Zurückrufen. Diese Tätigkeiten liegen am Rand des eigentlichen Ablaufs. Die folgende Übersicht zeigt fünf typische Aufgaben im SHK-Betrieb und was sich am Prozess tatsächlich ändert.
Das Telefon ist dabei der Einstiegspunkt mit dem geringsten Aufwand. Ein KI-Telefon wird über eine Rufumleitung der bestehenden Festnetz- oder Handynummer aktiviert, meldet sich mit dem Namen des Betriebs und erkennt Anliegen wie Störung, Angebotswunsch oder Rückrufbitte. Eine neue Rufnummer, zusätzliche Hardware oder eine Installation braucht es nicht (autarc, 2026). Der zweite Ansatzpunkt liegt in der Planung. Die Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 ist Voraussetzung für Förderprogramme wie den KfW-Zuschuss 458 und damit ohnehin Pflicht. Wird sie per LiDAR-Scan statt per Zollstock erfasst, ändert sich nicht der Arbeitsschritt, sondern nur das Messmittel: autarc gibt für Heizlast und hydraulischen Abgleich zusammen eine Zeitersparnis von zwölf Stunden an (autarc, 2026). Die eigentliche Kernarbeit (Bestandsaufnahme, Planung und Installation) bleibt von KI unberührt. Sie optimiert nur die Übergänge zwischen Baustelle, Büro und Kunde. Deshalb lässt sich KI ohne Umstellung der bestehenden Abläufe einführen.
Wie führen SHK-Betriebe KI schrittweise ein?
Die Reihenfolge entscheidet über den Erfolg. Wer mit der breitesten Funktion beginnt, bindet Zeit, bevor der erste Nutzen sichtbar wird. Diese fünf Schritte kehren das um:
- Eine Aufgabe auswählen, die täglich Zeit kostet: In den meisten SHK-Betrieben ist das der verpasste Anruf oder das Nachtragen von Baustellendaten. Wichtig ist, dass es eine einzige Aufgabe bleibt und keine Kategorie wie „das Büro".
- Zwei Wochen lang messen, was diese Aufgabe kostet: Verpasste Anrufe zählen, Rückrufzeiten stoppen, Bürostunden notieren. Ohne diesen Ausgangswert lässt sich später nicht beurteilen, ob das Werkzeug etwas gebracht hat – und Betriebe unterschätzen die Zeit, die in Rückrufen steckt, regelmäßig.
- Ein Werkzeug für genau diese Aufgabe testen, nicht die ganze Plattform: Die Pro App bündelt zwar Büro, Planung und Baustelle, aber der Test beginnt mit einer Funktion. Alles andere bleibt vorerst so, wie es ist.
- Eine Person im Betrieb benennen, die zuständig ist: Sie richtet ein, prüft die Ergebnisse der ersten Wochen und ist Ansprechpartner für das Team. Das ist zugleich der einfachste Weg, die Kompetenzanforderung aus dem EU AI Act zu erfüllen (siehe unten).
- Erst erweitern, wenn Schritt eins läuft: Wenn das Telefon zuverlässig arbeitet, kommt die nächste Aufgabe dazu – etwa die Plantafel für die Einsatzplanung oder das Kundenportal für die Kommunikation. Jede Erweiterung folgt demselben Muster.
Dieser Ablauf braucht kein Projektteam und keinen Stichtag. Er braucht eine Entscheidung und zwei Wochen Beobachtung.
Was kostet der Einstieg und ab wann rechnet er sich?
KI-Telefonie wird nach Gesprächsminuten abgerechnet und meist wird eine zusätzliche Nutzerlizenz pro Nutzer verrechnet. Fixkosten entstehen also nur für die Lizenz, der Rest wächst mit der tatsächlichen Nutzung. Wer die Rufumleitung abschaltet, zahlt keine Minuten. Im Folgenden finden Sie ein Rechenbeispiel für einen Betrieb mit 600 Anrufminuten im Monat, also rund 30 Minuten pro Werktag. Als Vergleichsgröße dient der amtliche Arbeitskostensatz im Baugewerbe, zu dem SHK-Betriebe zählen: 39,60 Euro je geleisteter Arbeitsstunde im Jahr 2025, umgerechnet 0,66 Euro pro Minute (Statistisches Bundesamt, 2026).
Die Differenz beträgt 156 Euro im Monat oder 1.872 Euro im Jahr. Der amtliche Wert bezieht sich auf geleistete Arbeitsstunden, doch keine Bürokraft verbringt ihren Arbeitstag ausschließlich am Telefon. Zählt man Rückrufe, Notizen und das Nachtragen ins System dazu, steigt der tatsächliche Minutenpreis der manuellen Anrufannahme. Der eigentliche Unterschied liegt ohnehin nicht im Minutenpreis, sondern in der Abdeckung: Die Bürokraft arbeitet acht Stunden am Tag, das KI-Telefon rund um die Uhr – auch am Samstagabend, wenn die Heizung ausfällt. Zur Zeitwirkung: Betriebe sparen bis zu zehn Stunden im Monat, und die Zahl qualifizierter Anfragen steigt um bis zu 30 Prozent, weil bei jedem Gespräch vollständige Daten erfasst werden (autarc, 2026). Bereits zwei zusätzlich gewonnene Aufträge im Jahr tragen die Kosten eines solchen Systems deutlich. Für Betriebe unter zehn Mitarbeitenden ist die Minutenabrechnung der entscheidende Punkt. Sie macht den Einstieg unabhängig von der Betriebsgröße – und widerlegt damit die Annahme, digitale Anwendungen lohnten sich nur für größere Betriebe, die 59 Prozent der Handwerksunternehmen teilen (Bitkom Research, 2025).
Woran erkennen Betriebe, dass ein KI-Werkzeug zu ihrem Gewerk passt?
Fünf Merkmale unterscheiden Werkzeuge, die im SHK-Alltag bestehen, von allgemeinen Bürolösungen mit KI-Etikett:
- Es kennt die Fachbegriffe: Ein Assistent, der Wärmepumpe, hydraulischer Abgleich oder PV-Anlage nicht als Begriff erkennt, stellt die falschen Rückfragen und liefert lückenhafte Anfragen. Die KI-Telefonassistenten von autarc sind auf SHK-, PV- und Elektrobetriebe zugeschnitten und lösen bei diesen Stichworten die passenden Folgefragen aus (autarc, 2026).
- Es rechnet normkonform: Für Förderanträge zählt allein die Berechnung nach DIN EN 12831. Ein Werkzeug, das keinen normgerechten Report erzeugt, verlagert die Arbeit nur, statt sie abzunehmen.
- Es lässt sich abschalten: Eine Funktion, die über eine Rufumleitung aktiviert und wieder deaktiviert wird, ist reversibel. Das senkt das Risiko des ersten Versuchs erheblich – und ist der Grund, warum sich diese Werkzeuge ohne Projektplanung testen lassen.
- Es schreibt in ein System, das der Betrieb bereits nutzt: Landen die Gesprächsdaten in einer eigenen Insellösung, entsteht genau der Übertragungsaufwand, den KI beseitigen sollte. Ein Werkzeug ohne Anbindung an Angebote, Planung und Baudokumentation verschiebt das Problem nur.
- Es verkraftet schlechte Netzabdeckung: 49 Prozent der Handwerksbetriebe nennen unzureichende Internetversorgung als Hemmnis der Digitalisierung (Bitkom Research, 2025). Auf der Baustelle im Keller entscheidet die Offlinefähigkeit darüber, ob ein Werkzeug benutzt wird oder liegen bleibt.
Welche Pflichten gelten beim KI-Einsatz im Handwerksbetrieb?
Seit dem 2. Februar 2025 ist Artikel 4 der EU-KI-Verordnung verbindlich: Unternehmen müssen sicherstellen, dass Beschäftigte, die mit KI-Systemen arbeiten, über ausreichende KI-Kompetenz verfügen. Die Pflicht gilt unabhängig von der Risikoklasse des Systems und damit auch für einen Telefonassistenten (TÜV Thüringen Akademie, 2025). Vier Punkte gehören in die Umsetzung:
- Kompetenz nachweisen, aber ohne festes Format: Die Verordnung schreibt kein bestimmtes Schulungsformat vor, sondern verlangt ausreichendes Wissen für den sicheren Einsatz (TÜV Thüringen Akademie, 2025). Für einen Betrieb mit zwölf Mitarbeitenden reicht in der Regel eine dokumentierte Einweisung samt interner Regel, wofür das Werkzeug genutzt wird und wofür nicht.
- Zuständigkeit festlegen: Eine benannte Person, die den Einsatz verantwortet, ist der praktikabelste Weg zur Umsetzung (TÜV Thüringen Akademie, 2025) – und deckt sich mit Schritt vier der Einführung weiter oben.
- Datenschutz klären, bevor Gespräche laufen: Bei KI-Telefonie werden Kontaktdaten und Gesprächsinhalte verarbeitet, teils als Aufzeichnung und Transkript. Der Anbieter muss die Verarbeitung DSGVO-konform abbilden.
- Die fachliche Endkontrolle bleibt im Betrieb: Eine Heizlastberechnung, eine Anlagenauslegung, ein hydraulischer Abgleich: Normkonformität und Haftung liegen beim ausführenden Fachbetrieb, unabhängig davon, welches Werkzeug gerechnet hat. KI verkürzt den Weg zum Ergebnis, sie übernimmt nicht die Verantwortung dafür.
Diese Hinweise ersetzen keine Rechtsberatung. Sie zeigen aber, dass der organisatorische Aufwand überschaubar bleibt: eine Einweisung, eine zuständige Person, ein geprüfter Anbieter.
Fazit: Der Einstieg beginnt an einer einzigen Aufgabe
Betriebe, die KI erfolgreich nutzen, haben selten ein Digitalisierungsprojekt gestartet. Sie haben eine Aufgabe ausgewählt, die täglich Zeit kostet – meist das Telefon oder das Aufmaß – und dafür ein Werkzeug eingeführt. Wer stattdessen auf den passenden Moment für den großen Umbau wartet, wartet erfahrungsgemäß lange.
autarc: Die All-in-one-Lösung für SHK-Betriebe, die ohne Umbau starten
Die KI-Funktionen von autarc sind so gebaut, dass sie sich in bestehende Abläufe einfügen: Das Telefon läuft über eine Rufumleitung, die Planung über das Tablet, die Dokumentation über die App, die ohnehin auf der Baustelle dabei ist. Sie entscheiden, mit welcher Aufgabe Sie anfangen – und wann die nächste dazukommt. Buchen Sie eine kostenlose Demo und ein autarc Mitarbeiter zeigt Ihnen die Plattform live.
Referenzen
- Absatzzahlen – Bundesverband Wärmepumpe (BWP) e.V., Zugriff am 10.08.2026, https://www.waermepumpe.de/presse/zahlen-daten/absatzzahlen/
- Digitalisierung des Handwerks. Bitkom-Studie 2025 – Bitkom Research, Zugriff am 10.08.2026, https://www.bitkom.org/sites/main/files/2026-01/bitkom-studienbericht-handwerk.pdf
- Eine Arbeitsstunde kostete im Jahr 2025 durchschnittlich 45,00 Euro (Pressemitteilung Nr. 148 vom 29. April 2026) – Statistisches Bundesamt (Destatis), Zugriff am 10.08.2026, https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/04/PD26_148_624.html
- KI-Verordnung \| EU AI Act: Artikel 4 – KI-Kompetenz ist jetzt Pflicht – TÜV Thüringen Akademie, Zugriff am 10.08.2026, https://die-tuev-akademie.de/blog/ki-verordnung-eu-ai-act-artikel-4-ki-kompetenz-ist-jetzt-pflicht
- Software zur Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 – autarc GmbH, Zugriff am 10.08.2026, https://www.autarc.energy/produkte/heizlastberechnung
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