Von der Drohnenaufnahme zum 3D-Modell: Der Arbeitsablauf für die moderne Solarplanung

Vom Drohnenflug zum 3D-Modell

Mit einem Drohnenflug und dem Hochladen der Aufnahmen zur Solarplanung statt stundenlangem Aufmaß auf dem Dach. Wie die moderne Solarplanung funktioniert und was Sie dafür brauchen, erfahren Sie hier.

🔍 Das Wichtigste im Überblick

    Was ist Photogrammetrie?

    Photogrammetrie ist ein Verfahren, das aus überlappenden Fotos präzise 2D- und 3D-Modelle berechnet. Die Software erkennt gemeinsame Bildpunkte und berechnet daraus räumliche Koordinaten. Für die PV-Planung bedeutet das: Dachflächen, Neigungswinkel und Hindernisse wie Kamine oder Gauben werden zentimetergenau erfasst. Das Ergebnis ist ein digitaler Zwilling des Dachs als Grundlage für Ihre Planung.

    Wie erzeugt eine Drohne aus der Photogrammetrie ein 3D-Modell?

    Eine Drohne fliegt das Dach in einem Raster ab und nimmt dabei hunderte überlappende Bilder aus verschiedenen Winkeln auf. Die Photogrammetrie-Software erkennt übereinstimmende Bildpunkte in den Aufnahmen. Daraus berechnet sie per Triangulation die räumliche Lage tausender Messpunkte. Das Ergebnis ist eine dichte Punktwolke, aus der das texturierte 3D-Modell entsteht. Die Genauigkeit liegt bei ein bis drei Zentimetern.

    Welche Drohnen eignen sich für das Dachaufmaß?

    Für das Dachaufmaß eignen sich Drohnen mit einer Kameraauflösung von mindestens 12 Megapixeln, GPS und automatischer Flugroutenplanung. Ein mechanischer Verschluss verhindert den Rolling-Shutter-Effekt bei schnellen Bewegungen. Drohnen unter 250 Gramm haben einen regulatorischen Vorteil: Sie erfordern keinen A2-Fernpilotenschein und vereinfachen den Einstieg erheblich. Eine geeignete Allround-Drohne für den Arbeitsalltag ist im Preissegment zwischen 1.000 und 2.000 Euro erhältlich.

    Wie läuft ein Drohnenflug für das PV-Aufmass in der Praxis ab?

    Mit der richtigen Vorbereitung erhalten Sie in unter 90 Minuten ein fertiges 3D-Modell. So gehen Sie vor:

    1. Luftraum prüfen und Flug planen: Sie prüfen die Flugzone über eine Drohnen-Apps mit Luftraumkarte. Wohngebiete und Flughafennähe erfordern besondere Aufmerksamkeit. Dann legen Sie die automatische Flugroute für das Rasterflugmuster fest.
    2. Drohnenflug durchführen: Sie starten die automatische Mission. Die Drohne fliegt das Dach in festgelegten Bahnen ab und nimmt dabei überlappende Bilder aus verschiedenen Winkeln auf. Der Flug dauert in der Regel zwischen 5 und 15 Minuten.
    3. Bildqualität prüfen: Direkt nach dem Flug kontrollieren Sie die Aufnahmen auf Unschärfe, fehlende Bereiche oder schlechte Belichtung. Bei Lücken fliegen Sie den betroffenen Bereich nach.
    4. Bilder hochladen: Sie übertragen die Fotos auf eine Verarbeitungsplattform, zum Beispiel den autarc Photogrammetrie-Service. Der Upload erfolgt per Drag-and-drop, ohne CAD-Kenntnisse.
    5. 3D-Modell berechnen lassen: Die Software verarbeitet die Bilder vollautomatisch. Je nach Anbieter und Bildanzahl dauert die Berechnung 15 bis 60 Minuten. Moderne Dienste wie autarc liefern das Modell innerhalb von 24 Stunden.
    6. Modell in die PV-Planung integrieren: Das fertige 3D-Modell wird direkt in Ihr Planungstool importiert. Sie platzieren Module, berechnen Verschattungen und erstellen Ihr Angebot.

    Wie viele Fotos brauche ich für ein vernünftiges 3D-Modell?

    Für ein zuverlässiges 3D-Modell benötigen Sie 70 bis 300 Fotos pro Objekt. Die Bilder müssen eine Überlappung von mindestens 70 Prozent aufweisen. Mehr Überlappung erhöht die Genauigkeit des Modells. Für ein typisches Einfamilienhaus reichen 80 bis 150 Bilder. Bei komplexen Dächern mit Gauben oder Anbauten sollten Sie auf 150 bis 300 Bilder setzen.

    Worauf muss ich bei der Aufnahme achten?

    Beachten Sie folgende Punkte, damit Sie zuverlässige Ergebnisse erhalten und Nachflüge vermeiden:

    • Lichtverhältnisse: Fliegen Sie bei bedecktem Himmel oder gleichmäßigem Licht. Direktes Sonnenlicht erzeugt starke Schatten und Reflexionen. Das verschlechtert die Bildqualität und beeinträchtigt die 3D-Berechnung.
    • Windstärke: Fliegen Sie bei maximal 10 m/s Windgeschwindigkeit. Stärkerer Wind verursacht Verwacklungen und ungenaue GPS-Positionen. Das führt zu Verzerrungen im 3D-Modell.
    • Flughöhe: Halten Sie eine konstante Flughöhe von 15 bis 30 Metern über dem Dach. Zu niedriger Flug verkleinert den Bildausschnitt. Zu hoher Flug reduziert die Detailschärfe.
    • Bildüberlappung: Stellen Sie in der Flugplanungs-App mindestens 70 Prozent Überlappung ein. Bei komplexen Dachformen empfehlen sich 80 Prozent. Geringe Überlappung führt zu Lücken im 3D-Modell.
    • Vollständige Abdeckung: Stellen Sie sicher, dass alle Dachbereiche erfasst werden, inklusive Gauben, Anbauten und Dachüberstand. Verdeckte Bereiche erfordern manuelle Zusatzaufnahmen aus schrägen Winkeln.
    • Kameraeinstellungen: Nutzen Sie eine kurze Belichtungszeit, um Bewegungsunschärfe zu vermeiden. Ein mechanischer Verschluss verhindert den Rolling-Shutter-Effekt bei schnellen Bewegungen.

    Wie werden 3D-Modelle aus Drohnenaufnahmen in die PV-Planung integriert?

    Das fertige 3D-Modell wird direkt in Ihre PV-Planungssoftware importiert. Es liefert exakte Dachflächen, Neigungswinkel und Ausrichtungen als Planungsgrundlage. Darauf basierend platzieren Sie Module, berechnen Verschattungen und simulieren Erträge. Gängige Formate wie DXF, OBJ oder IFC sind mit Planungstools wie PV*SOL, Eturnity oder SolarEdge Designer kompatibel. Der Import ersetzt manuelle Eingaben vollständig.

    Welche Kosten entstehen von der Drohnenaufnahme zum 3D-Modell?

    Wenn Sie einen cloudbasierten Dienst nutzen, zahlen Sie etwa 25 bis 100 Euro pro Modell. Wenn Sie selbst fliegen, zahlen Sie einmalig etwa 800 bis 2.000 Euro für Drohne und Software. Der cloudbasierte Dienst lohnt sich, wenn Sie wenige Objekte pro Monat planen. Wer regelmäßig viele Objekte vermisst, amortisiert die Eigeninvestition schnell durch die eingesparte Servicegebühr pro Aufmaß.

    Welche rechtlichen Voraussetzungen gelten für Drohnen in der Solarplanung?

    In Deutschland gilt die EU-Drohnenverordnung (EU 2019/947). Drohnen unter 250 Gramm dürfen in der offenen Kategorie A1 ohne A2-Fernpilotenschein geflogen werden. Für Drohnen über 250 Gramm benötigen Sie eine Registrierung beim Luftfahrtbundesamt und einen EU-Kompetenznachweis A1/A3. In Wohngebieten, Kontrollzonen rund um Flughäfen und über Menschenansammlungen gelten zusätzliche Einschränkungen. Für gewerbliche Flüge empfiehlt sich eine Drohnen-Haftpflichtversicherung.

    Fazit: Wer einmal mit Drohne plant, will nicht mehr ohne

    10 bis 30 Minuten Flüge ersetzen stundenlange Arbeit auf dem Dach. Sie erhalten schnell ein präzises 3D-Modell und sparen somit Zeit, reduzieren Fehler und überzeugen Ihre Kunden. Steigen Sie jetzt auf digitale Planung um und verschaffen Sie sich einen klaren Wettbewerbsvorteil.

    autarc: Für zentimetergenaue PV-Planung ohne Dachbesteigung

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