KfW-Förderung Gebäudesanierung: Alle erforderlichen Unterlagen und Anforderungen

Gebäudeanierung

Gebäudesanierungen sind teuer und viele Hausbesitzer wissen nicht, wie sie die Kosten senken können. Die KfW-Förderung bietet finanzielle Unterstützung für Sanierungsprojekte. Welche Unterlagen notwendig sind und welche Anforderungen erfüllt werden müssen, erfahren Sie hier.

🔍 Das Wichtigste im Überblick

  • Die KfW-Förderung unterstützt Gebäudesanierungen mit Zuschüssen und zinsgünstigen Darlehen.
  • Ein Energieberater muss den Sanierungsfahrplan erstellen und den Förderantrag einreichen.
  • Unterlagen wie Energieausweis, Kostenvoranschläge und Baupläne sind erforderlich.
  • Der Förderantrag muss vor Sanierungsbeginn eingereicht werden.
  • Die Bearbeitung des Antrags dauert in der Regel mehrere Wochen.
  • Der KfW-Kredit 261 bietet bis zu 150.000 Euro Kredit je Wohneinheit.

Was ist KfW Förderung und warum ist sie wichtig?

Die KfW-Förderung ist ein Programm der Kreditanstalt für Wiederaufbau, das Gebäudesanierungen finanziell unterstützt. Die Förderung zielt darauf ab, den Energieverbrauch von Gebäuden zu senken und damit Kosten zu sparen. Hausbesitzer können Zuschüsse oder zinsgünstige Darlehen erhalten, um ihre Gebäude energieeffizienter zu gestalten.

Was wird gefördert?

Die KfW-Förderung unterstützt verschiedene Sanierungsmaßnahmen. Dazu gehören die Verbesserung der Wärmedämmung von Wänden, Dächern und Kellerdecken. Auch der Austausch von Fenstern und Türen wird gefördert. Neue Heizungssysteme, insbesondere Wärmepumpen und Biomasse-Anlagen, sind förderfähig. Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung werden ebenfalls unterstützt. Auch die Erstellung von Energieausweisen und Sanierungsfahrplänen ist förderfähig.

Welche Unterlagen benötige ich für einen KfW Förderantrag?

Der KfW Förderantrag erfordert verschiedene Unterlagen.

  • Energieausweis: Ein aktueller Energieausweis des Gebäudes ist erforderlich. Dieser zeigt den energetischen Zustand des Gebäudes.
  • Sanierungsfahrplan: Ein detaillierter Plan mit den geplanten Sanierungsmaßnahmen muss vorliegen. Der Energieberater erstellt diesen Plan.
  • Kostenvoranschläge: Angebote von Handwerksbetrieben für die geplanten Arbeiten sind notwendig. Diese müssen detailliert aufgeschlüsselt sein.
  • Baupläne: Pläne des Gebäudes und der geplanten Änderungen müssen eingereicht werden. Diese zeigen die Lage der Sanierungsmaßnahmen.
  • Eigentumsnachweis: Ein Nachweis, dass der Antragsteller Eigentümer des Gebäudes ist, wird benötigt. Dies kann ein Grundbuchauszug sein.
  • Identitätsnachweis: Ein gültiger Personalausweis oder Reisepass ist erforderlich.

Welche Rolle hat der Energieberater bei der KfW Förderung?

Die KfW-Förderung setzt eine Energieberatung voraus. Der Berater analysiert das Gebäude und erstellt einen Sanierungsfahrplan. Der Energieberater reicht den Förderantrag bei der KfW ein. Der Berater unterstützt bei der Auswahl von förderfähigen Maßnahmen. Der Berater überwacht die Sanierung und bestätigt die ordnungsgemäße Durchführung.

Was ist ein Sanierungsfahrplan und warum brauche ich ihn?

Ein Sanierungsfahrplan ist ein detailliertes Konzept für die energetische Sanierung eines Gebäudes. Der Plan zeigt, welche Maßnahmen notwendig sind, um den Energieverbrauch zu senken. Der Energieberater erstellt diesen Plan nach einer gründlichen Analyse des Gebäudes. Der Sanierungsfahrplan ist erforderlich, um KfW-Förderung zu erhalten.

Welche Anforderungen muss mein Gebäude erfüllen?

Der Bauantrag oder die Bauanzeige des Wohngebäudes muss zum Zeitpunkt des Antrags mindestens fünf Jahre zurückliegen. Das Gebäude kann eine Komplettsanierung zum Effizienzhaus sein oder Sie kaufen eine frisch sanierte Immobilie. Die verfügbaren Effizienzhaus-Stufen sind 85, 70, 55, 40 und 40 Plus. Ein Energieberater muss die Sanierung begleiten und die Einhaltung der Standards überprüfen. Die Förderung ist nicht möglich für Umschuldungen, Nachfinanzierungen bereits begonnener Vorhaben oder netzeinspeisende Photovoltaik-Anlagen.

Wie hoch ist die KfW-Förderung für die Sanierung in 2026?

Der KfW-Kredit 261 bietet einen Förderkredit ab 2,48 % effektivem Jahreszins. Die Förderung umfasst bis zu 150.000 Euro Kredit je Wohneinheit für ein Effizienzhaus. Zusätzlich ist ein Tilgungszuschuss zwischen 5 Prozent und 45 Prozent möglich. Die genaue Höhe des Tilgungszuschusses hängt von der erreichten Effizienzhaus-Stufe ab.

Programm Art Förderhöhe Besonderheit
Effizienzhaus 85 Kredit + Zuschuss Bis 150.000 Euro + 5% Tilgungszuschuss Für Teilsanierungen
Effizienzhaus 70 Kredit + Zuschuss Bis 150.000 Euro + 10% Tilgungszuschuss Für umfassende Sanierungen
Effizienzhaus 55 Kredit + Zuschuss Bis 150.000 Euro + 15% Tilgungszuschuss Für hocheffiziente Sanierungen
Effizienzhaus 40 Kredit + Zuschuss Bis 150.000 Euro + 20% Tilgungszuschuss Für Passivhäuser
Effizienzhaus 40 Plus Kredit + Zuschuss Bis 150.000 Euro + 25% Tilgungszuschuss Mit erneuerbaren Energien

Wie läuft der KfW Förderantrag ab?

Damit Sie die Förderung erhalten, müssen Sie sich an folgenden Ablauf halten.

  1. Energieberater beauftragen: Ein qualifizierter Energieberater wird beauftragt und führt eine Gebäudeanalyse durch.
  2. Sanierungsfahrplan erstellen: Der Energieberater erstellt einen detaillierten Sanierungsfahrplan mit allen geplanten Maßnahmen.
  3. Kostenvoranschläge einholen: Handwerksbetriebe werden um detaillierte Angebote gebeten.
  4. KfW-Antrag vor Sanierungsbeginn einreichen: Der Antrag wird vor Baubeginn eingereicht, dies ist eine wichtige Voraussetzung.
  5. Zusage erhalten: Die KfW prüft den Antrag und erteilt eine Zusage, dies dauert in der Regel mehrere Wochen.
  6. Sanierung durchführen: Die Sanierung wird nach Erhalt der Zusage durchgeführt und der Energieberater überwacht die Arbeiten.
  7. Abrechnung und Auszahlung: Nach Abschluss der Sanierung erfolgen die Abrechnung und die Förderung wird ausgezahlt.

Welche häufigen Fehler führen zur Ablehnung?

Der häufigste Grund für Ablehnung ist, dass Anträge eingereicht werden, nachdem die Sanierung bereits begonnen hat. Oft sind die erforderlichen Unterlagen unvollständig oder fehlerhaft. Auch kommt es vor, dass die geplanten Maßnahmen nicht die KfW-Anforderungen erfüllen oder der Energieberater nicht qualifiziert oder nicht registriert ist. Ein weiteres Motiv ist, dass die Kostenvoranschläge zu niedrig oder nicht detailliert genug sind.

Wie lange dauert die Bearbeitung eines KfW Förderantrags?

Die Bearbeitung eines KfW Förderantrags dauert in der Regel vier bis acht Wochen, abhängig von der Vollständigkeit der Unterlagen. Unvollständige Anträge verzögern die Bearbeitung erheblich. In Spitzenlastzeiten kann die Bearbeitung länger dauern. Nach Erhalt der Zusage kann die Sanierung beginnen.

Kann ich KfW Förderung auch für Teilsanierungen bekommen?

Die KfW-Förderung ist auch für Teilsanierungen verfügbar, einzelne Maßnahmen wie der Austausch von Fenstern oder die Wärmedämmung von Wänden sind förderfähig. Die Fördersätze für Teilsanierungen sind niedriger als für Vollsanierungen. Teilsanierungen müssen dennoch bestimmte Qualitätsstandards erfüllen und der Energieberater prüft, ob die geplanten Maßnahmen förderfähig sind.

Fazit: So sichern Sie sich die KfW-Förderung

Mit der KfW-Förderung können Gebäudesanierungen deutlich günstiger werden. Die richtige Vorbereitung und Planung sind entscheidend für den Erfolg. Ein qualifizierter Energieberater ist unverzichtbar für den gesamten Prozess. Wer frühzeitig mit der Planung beginnt und alle Anforderungen erfüllt, sichert sich die maximale Förderung.

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