Photogrammetrie vs. Satellitendaten: Was ist für die PV-Planung genauer?

Bei der PV-Planung können Abweichungen von ein paar Zentimeter einen wesentlichen Unterschied machen. Mit Photogrammetrie und Satellitendaten stehen zwei Technologien zur Wahl. Welche liefert präzise Ergebnisse und lohnen sie sich? Das erfahren Sie hier.
Was ist der Unterschied zwischen Photogrammetrie und Satellitendaten in der PV-Planung?
Photogrammetrie erstellt aus Drohnenfotos präzise 3D-Modelle eines Dachs. Satellitendaten liefern dagegen Vogelperspektiven mit geringerer Auflösung. Für die PV-Planung bedeutet das: Photogrammetrie erfasst Neigung, Hindernisse und Maße zentimetergenau. Satellitendaten bieten eine schnelle Übersicht, stoßen aber bei komplexen Dachformen an ihre Grenzen. Die Wahl der Methode bestimmt direkt die Qualität Ihrer Planung.
Wie genau sind Satellitendaten und wo liegen ihre Grenzen?
Satellitendaten erreichen heute eine Auflösung von 30 bis 100 Zentimetern. Das reicht für grobe Flächenabschätzungen. Für die genaue PV-Planung fehlen jedoch präzise Dachneigungen, exakte Maße und Details wie Kamine oder Dachfenster. Zudem sind viele frei verfügbare Daten veraltet. In bewölkten Regionen oder bei kleinen Dachflächen sinkt die Verlässlichkeit weiter.
Welche Genauigkeit erreicht Photogrammetrie per Drohne?
Photogrammetrie per Drohne erreicht eine Genauigkeit von einem bis drei Zentimetern. Das ermöglicht präzise Messungen von Dachfläche, Neigungswinkel und Ausrichtung. Hindernisse wie Kamine, Lüftungsanlagen oder Gauben werden exakt erfasst. Die Grundlage dafür sind hunderte überlappende Fotos, aus denen eine Software ein detailliertes 3D-Modell berechnet. Für die Modulplanung und Ertragsberechnung ist diese Präzision entscheidend.
Wann reichen Satellitendaten für die PV-Planung aus?
Satellitendaten sind nicht für jede Situation ungeeignet. In bestimmten Fällen bieten sie eine sinnvolle und effiziente Lösung:
- Erste Machbarkeitsstudie: Sie möchten schnell prüfen, ob ein Dach grundsätzlich für PV geeignet ist. Satellitendaten liefern eine grobe Flächeneinschätzung ohne Aufwand.
- Großflächige Portfolioanalysen: Sie analysieren viele Objekte gleichzeitig. Satellitendaten ermöglichen eine schnelle Vorselektion geeigneter Standorte.
- Einfache Satteldächer ohne Hindernisse: Bei unkomplizierten Dachformen mit bekannter Neigung können Satellitendaten für ein erstes Angebot ausreichen.
- Budgetbeschränkungen in frühen Projektphasen: Wenn noch kein konkreter Auftrag vorliegt, vermeiden Satellitendaten unnötige Kosten vor der Auftragserteilung.
Wie läuft eine Drohnenvermessung mit Photogrammetrie in der Praxis ab?
Eine Drohnenvermessung folgt einem klaren Ablauf. Mit der richtigen Vorbereitung erhalten Sie in kurzer Zeit ein präzises 3D-Modell.
- Vorbereitung und Flugplanung: Sie prüfen den Luftraum, holen nötige Genehmigungen ein und planen die Flugroute. Viele Drohnen-Apps übernehmen die automatische Routenplanung.
- Drohnenflug und Fotoaufnahme: Die Drohne fliegt das Dach in festgelegten Bahnen ab. Sie nimmt hunderte überlappende Bilder aus verschiedenen Winkeln auf.
- Datenübertragung: Sie laden die Rohdaten auf eine Verarbeitungsplattform hoch, zum Beispiel den autarc Photogrammetrie-Service.
- 3D-Modell-Berechnung: Eine Software verarbeitet die Fotos automatisch. Sie berechnet daraus ein detailliertes 3D-Modell mit genauen Maßen und Neigungswinkeln.
- Qualitätsprüfung: Sie überprüfen das Modell auf Vollständigkeit und Genauigkeit. Fehlende Bereiche können durch zusätzliche Aufnahmen ergänzt werden.
- Integration in die PV-Planung: Das 3D-Modell wird direkt in Ihre Planungssoftware importiert. Sie platzieren Module, berechnen Erträge und erstellen Ihr Angebot.
Was kostet Photogrammetrie im Vergleich zur manuellen Vermessung?
Photogrammetrie ist günstiger als eine manuelle Dachvermessung. Photogrammetrie-Dienste wie autarc berechnen je nach Modell zwischen 25 und 100 Euro pro Objekt. Eine manuelle Vermessung kostet je nach Aufwand, Anfahrt und Dienstleister deutlich mehr. Bei ein bis drei Stunden Aufmaß ergeben sich grob 40 bis 195 Euro, ohne Anfahrt.
Mit Photogrammetrie sparen Sie also nicht nur Zeit, sondern auch Kosten und senken gleichzeitig die Fehlerquote. Hier ein Überblick:
Wie werden 3D-Modelle aus Drohnenaufnahmen in die PV-Planung integriert?
3D-Modelle aus Drohnenaufnahmen werden direkt in PV-Planungssoftware importiert. Das Modell liefert exakte Dachflächen, Neigungswinkel und Ausrichtungen. Darauf basierend platzieren Sie Module, berechnen Verschattungen und simulieren Erträge. Moderne Dienste wie autarc liefern das fertige Modell innerhalb von 24 Stunden. Es ist kompatibel mit gängigen Planungstools und ersetzt manuelle Eingaben vollständig.
Gibt es rechtliche Anforderungen beim Einsatz von Drohnen für die PV-Planung?
In Deutschland gilt die EU-Drohnenverordnung (EU 2019/947). Drohnen bis 25 kg fliegen in der Kategorie „Offen", sofern bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Sie benötigen eine Registrierung beim Luftfahrtbundesamt sowie einen EU-Kompetenznachweis (EU-Drohnenführerschein A1/A3). In Wohngebieten oder Kontrollzonen rund um Flughäfen gelten zusätzliche Einschränkungen. Für gewerbliche Flüge empfiehlt sich außerdem eine spezielle Drohnen-Haftpflichtversicherung.
Fazit: Für präzise PV-Planung führt kein Weg an Photogrammetrie vorbei
Satellitendaten eignen sich für erste Einschätzungen. Für eine genaue PV-Planung brauchen Sie Photogrammetrie. Sie liefert zentimetergenaue 3D-Modelle, spart ihnen Zeit und Kosten. Investieren Sie in präzise Daten und reduzieren Sie Fehler in Ihren Projekten dauerhaft.
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