Digitale Gebäudevermessung mit LiDAR: Vorteile und Kosten für Handwerksbetriebe

Gebäudedatenvermessung

Handwerksbetriebe verbringen oft Stunden mit manuellen Vermessungen auf der Baustelle. LiDAR-Scans können diese Zeit um bis zu 90 Prozent reduzieren. Welche Vorteile die Technologie noch bietet und ob sich die Investition lohnt, erfahren Sie hier.

🔍 Das Wichtigste im Überblick

  • Ein LiDAR-Scan erfasst Gebäude in Minuten statt Stunden mit Lasertechnik.
  • Die entstehende Punktwolke dient als Basis für präzise 2D-Pläne und 3D-Modelle.
  • Die Genauigkeit liegt im Millimeterbereich, manuelle Messungen sind weniger präzise.
  • Ein LiDAR-Scan erfasst 100 Prozent der Gebäudedaten, manuelle Messungen oft nur 80 bis 90 Prozent.
  • Der Einsatz ist besonders bei Bestandsaufnahmen sinnvoll.
  • Beim LiDAR-Scan sollten Handwerksbetriebe besonders auf Datenschutz achten.

Was ist ein LiDAR-Scan und wie funktioniert er?

Ein LiDAR-Scan ist eine Technologie, die mit Laserstrahlen die genaue Form und Größe von Gebäuden erfasst. Die Laser messen die Entfernung zu Oberflächen und erstellen ein 3D-Punktwolken-Modell. Dies ermöglicht präzise digitale Aufmaße in Minuten statt Stunden.

Die erfassten Daten bestehen aus Millionen von Einzelpunkten mit x-, y- und z-Koordinaten sowie oft auch Intensitäts- und Farbinformationen. Die daraus resultierende Punktwolke dient als hochpräzise Basis für die Erstellung von 2D-Plänen, Schnitten oder komplexen 3D-Modellen (BIM).

Welche Vorteile bietet ein LiDAR-Scan für die Gebäudevermessung?

Ein LiDAR-Scan bietet Handwerksbetrieben mehrere entscheidende Vorteile.

  • Zeitersparnis: Während manuelle Messungen Stunden dauern, erfasst ein LiDAR-Scan ein komplettes Gebäude in wenigen Minuten. Das bedeutet weniger Zeit vor Ort und schnellere Planung.
  • Höhere Genauigkeit: LiDAR-Scans erfassen Gebäude mit millimetergenauen Abweichungen. Manuelle Messungen sind anfällig für menschliche Fehler. Die höhere Genauigkeit führt zu besseren Planungen und weniger Überraschungen auf der Baustelle.
  • Datenvollständigkeit: Ein LiDAR-Scan erfasst alle Bereiche eines Gebäudes, auch schwer erreichbare Stellen. Bei manuellen Messungen werden oft Details übersehen. Die vollständigen Daten ermöglichen bessere Kostenkalkulationen.
  • Digitale Dokumentation: Die Daten dienen als dauerhafte Dokumentation des Gebäudezustands. Diese Dokumentation ist wertvoll für Wartung, Sanierung und zukünftige Projekte.

Wann lohnt sich ein LiDAR-Scan für Handwerksbetriebe?

Der Einsatz vom LiDAR-Scan ist besonders für Sanierungen, Umbauten und Modernisierungen sinnvoll. In diesen Fällen ist eine genaue Bestandsaufnahme entscheidend für die Planung. Auch bei Neubauprojekten mit vielen Handwerkern lohnt sich ein LiDAR-Scan. Die präzisen Daten ermöglichen eine bessere Koordination zwischen den Gewerken. Fehler werden früher erkannt und können kostengünstig behoben werden.

Im Folgenden finden Sie die Unterschiede zwischen LiDAR-Scans und manuellen Vermessungen:

Eigenschaft LiDAR-Scan Manuelle Vermessung
Dauer 15 bis 60 Minuten 4 bis 8 Stunden
Kosten Gering Mittel
Genauigkeit Millimetergenau Zentimetergenau
Datenvollständigkeit 100 Prozent 80 bis 90 Prozent
Dokumentation Digital dauerhaft Papier oder Fotos

Wie lange dauert ein LiDAR-Scan?

Ein LiDAR-Scan dauert je nach Gebäudegröße zwischen 15 und 60 Minuten. Ein einfaches Einfamilienhaus wird in etwa 20 bis 30 Minuten gescannt. Ein größeres Mehrfamilienhaus oder Gewerbebau benötigt 45 bis 60 Minuten. Die Dauer hängt von mehreren Faktoren ab. Die Gebäudegröße ist der wichtigste Faktor. Auch die Anzahl der Räume und die Komplexität der Architektur spielen eine Rolle. Gebäude mit vielen Nischen, Treppen oder Dachschrägen nehmen mehr Zeit in Anspruch.

LiDAR-Scan vs. Photogrammetrie – was ist besser?

LiDAR-Scans und Photogrammetrie sind zwei unterschiedliche Vermessungstechnologien. Beide haben Vor und Nachteile. LiDAR-Scans arbeiten mit Laserstrahlen und erfassen die räumliche Struktur unabhängig von Lichtverhältnissen. Photogrammetrie nutzt Fotos und berechnet die räumliche Information aus Bildvergleichen.

LiDAR-Scans sind genauer und schneller als Photogrammetrie. Sie funktionieren auch bei schlechten Lichtverhältnissen und in dunklen Räumen. LiDAR erfasst auch Oberflächen, die für die Kamera schwer sichtbar sind.

Photogrammetrie hat den Vorteil, dass sie auch Farben und Texturen erfasst. Das ist für manche Anwendungen wertvoll. Photogrammetrie ist aber weniger genau und benötigt bessere Lichtverhältnisse.

Eigenschaft LiDAR-Scan Photogrammetrie
Genauigkeit Millimetergenau Zentimetergenau
Lichtverhältnisse Unabhängig Abhängig
Geschwindigkeit Schnell Langsam
Farb und Texturinformation Begrenzt Vollständig
Kosten Höher Niedriger

Welche Software verarbeitet LiDAR-Daten?

LiDAR-Daten werden von verschiedenen Softwarelösungen verarbeitet, darunter spezialisierte Punktwolken-Software (z.B. Autodesk ReCap, Faro Scene), CAD-Programme (z.B. AutoCAD, Revit) und GIS-Anwendungen. autarc bietet mit seiner LiDAR-Scan Software eine für Handwerksbetriebe maßgeschneiderte Lösung.

Welche rechtlichen Aspekte gibt es?

LiDAR-Scans werfen einige rechtliche Fragen auf. Die wichtigste Frage ist der Datenschutz. Beim Scannen von Gebäuden werden oft auch Bereiche erfasst, die private Informationen enthalten. Weitere wichtige Aspekte:

  • Handwerksbetriebe müssen sicherstellen, dass sie die Erlaubnis des Gebäudeeigentümers haben. Das Scannen von fremden Gebäuden ohne Genehmigung kann rechtliche Konsequenzen haben.
  • Der Eigentümer muss der Datenerfassung zustimmen. Die erfassten Daten sind Eigentum des Auftraggebers.
  • Der Handwerksbetrieb darf die Daten nicht ohne Genehmigung weitergeben oder für andere Projekte nutzen.
  • Die Verwendung der Daten ist rechtlich relevant und muss vertraglich geregelt werden.

Häufige Fehler bei LiDAR-Scans – wie man sie vermeidet

Der häufigste Fehler bei LiDAR-Scans ist eine unvollständige Datenerfassung. Das passiert, wenn nicht alle Bereiche des Gebäudes gescannt werden. Besonders Dachräume und Keller werden oft übersehen.

  • Um diesen Fehler zu vermeiden, sollte vor dem Scan ein Plan erstellt werden. Der Plan sollte alle zu scannenden Bereiche aufzeigen. Der Techniker sollte systematisch vorgehen und jeden Bereich mehrfach scannen.
  • Ein zweiter häufiger Fehler ist die falsche Kalibrierung des Geräts. Ein nicht kalibriertes LiDAR-Gerät liefert ungenaue Daten. Vor jedem Scan sollte das Gerät überprüft und nach Bedarf kalibriert werden.
  • Ein dritter Fehler ist die schlechte Datenverarbeitung. Wenn die Rohdaten nicht richtig bereinigt werden, entstehen fehlerhafte Pläne. Die Datenverarbeitung sollte von erfahrenen Fachleuten durchgeführt werden.

Fazit: Mit LiDAR-Scan einen Wettbewerbsvorteil schaffen

Mit LiDAR-Scans schaffen Handwerksbetriebe einen klaren Wettbewerbsvorteil. Mit der Technologie sparen sie Zeit, reduzieren Kosten und verbessern die Planungsqualität. Wer frühzeitig auf diese Technologie setzt, positioniert sich als zukunftsorientierter Partner und sichert sich langfristig die Zufriedenheit seiner Kunden durch präzisere und schnellere Projektabwicklung.

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